FRASER ISLAND - HAKUNA MATATA

So, heute ist der 25. April 2013. Ich bin in Agnes Water - City of 1770. Hostel "Cool Bananas".

 

Letzte Woche Freitag, den 19. April fuhren Kerrie, Jennifer und ich dann nach Hervey Bay mittags mit dem Bus. Eine kurze Busfahrt. In Hervey Bay sollten wir um 16 Uhr spätestens da sein, da wir dort dann unser "Briefing" für Fraser Island erhalten sollten.


Hervey Bay - dort gibt es mal rein gar nichts - eine Straße, eine Allee - Ole Ole...


Also waren wir natürlich pünktlich in Hervey Bay, checkten ins Hostel "Palace Adventure" ein und gingen um 16 Uhr zu unserem Briefing, wo wir dann die 25 anderen Menschen/Backpacker kennenlernen sollten, die mit uns auf die Fraser Island Tour gingen.


Eine buntgemischte Truppe: 5 Israelis, 2 Dänen, 2 Däninen, 2 Candadierinnen, 2 Deutsche Jungs, 2 andere deutsche Mädels, ein Holländer, 2 Schweitzerinnen, 2 Schottinnen, ein Schotte, 2 Engländerinnen, 2 Engländer, 1 irisches Pärchen und vielleicht hab ich auch noch jemand vergessen...müsste mit circa 28 Leuten ungefähr hinkommen.


Uns wurde dann nun ein Zettel in die Hand gedrückt, was wir an Essen für die nächsten Tage so bräuchten. Kurz erklärt wann es losgehen sollte, in eine Liste mussten wir uns dann noch eintragen. Dann ging auch schon das Shuttle los zum Einkaufen.


Ja, das Einkaufen. Wir wurden einfach an dem Woolworth dann rausgesetzt - in einer Stunde sollten wir dann schnell alles einkaufen, was wir so benötigen würden. EINE verdammte STUNDE reicht in einem ÜBERDIMENSIONALEN Supermarkt defintiv NICHT aus, um auf die schnelle mal eben von nichts zu wissen, was man die nächsten 3 Tage essen soll/will. Alle stürmten in diesen Supermarkt und alle waren in ihren "2er Gruppen" unterwegs und kauften ein. Ja...nur die Meike alleine.


Nur mal so zur Logik - es wäre viel sinnvoller gewesen, wenn man sich vorher mit allen zusammen für 1 bis 2 Stunden oder was auch immer an einen Tisch gesetzt hätte und dann einen Essensplan aufgestellt hätte und dann als Gruppe GEMEINSAM eingekauft hätte. A ist es einfach einfacher und B es ist GÜNSTIGER! Halleluja, so hab ich für mich alleine für 60 Dollar eingekauft, anstatt wie alle anderen für 30...ich kann mir ja schlecht ein halbes Toastbrot im Supermarkt kaufen...grrr! So fing die Scheisse da schon gut an. Ja, ich hätte mit Kerrie und Jennifer einkaufen können, aber die essen grundsätzlich den ganzen Tag nur Chips oder ich weiss nicht was...das war mir dann auch zu doof. Den Alkohol kauften wir dann aber zusammen - 8 Liter für 2 Abende. (hat dann mal gerade so gerreicht - NICHT!)


So, dann waren wir alle wieder im Hostel und dann gingen auch alle schon fast schlafen bzw ihre Sachen in kleinen Rucksäcke verstauen und duschen, denn am nächsten Tag sollten/mussten wir ja um 6 Uhr auschecken.


Also, 4:50 Uhr war meine Nacht dann auch schon zu Ende. Ich stand auf, packte meinen Backpacker zusammen, machte mich fertig, zog mein Bett ab und frühstückte erstmal in aller Ruhe. Das ist übrigens die beste Zeit, um einfach mal alleine zu sein und keiner schlawenzelt um dich herum...! Als ich dann fertig war, standen die anderen dann auch mal auf - so gegen 5:50 Uhr. Da war die Deutsche natürlich schon Startklar.


Nach dem Auschecken hatten wir dann im TV-Raum eine Videoeinweisung, wie man sich auf Fraser Island verhält und wie man mit dem Auto fahren soll. Dies dauerte ungefähr eine halbe Stunde, in der ich auch locker wieder einschlafen hätte können.


So, jetzt nur noch mal zur LOGIK: Man hätte das ganze auch am Abend vorher zeigen können, dann hätte man locker auch eine Stunde später aufstehen können. Wenn ich das mal planen könnte...tzzzz.


Nun gut, dann stürzten alle nach Vorne zum Hostel wo dann alle über 21-jährigen ihre Führerscheine abgeben mussten, da diese dann auch nur mit dem Auto fahren durften. Gruppeneinteilung gab es auch nicht. Man ging einfach zu einem Auto - in meinem Fall, wo einfach noch ein Platz frei war. Somit landete ich in einem Auto mit den 2 Dänen, den 2 Schweitzerinnen und dem einen Holländer. Die Gruppe war so super, dass ich bis jetzt noch nicht mal die Namen der Leute aus meinem Auto weiß.


Am Anfang schienen die auch noch ganz nett zu sein, so wie alle. FEHLER! Ich habe in meiner Zeit hier in Australien noch nicht einmal so welche Leute kennengelernt, die so auf sich selbst fixiert waren und sich nicht für andere Leute interessiert haben und dazu noch so verdammt LANGWEILIG waren...! Der Trip nach Fraser war wirklich wunderschön und super cool, aber von den Leuten her eine einzige Katastrophe. Die einzigen coolen Leute waren die Engländer, die sich den ganzen Tag die Jim Bean Cola reingezogen haben.


Naja, so nochmal zum Trip. Wir fuhren dann mit den insgesamt vier Autos eine halbe Stunde lang von Hervey Bay aus zur Fähre. Eine Stunde dauerte die Überfahrt, wo ich dann das erste Mal Deplfine zu sehen bekam. Traumhaft. Auch die Aussicht aufs Wasser und dann hinüber zu Fraser war atemberaubend.
Als wir dann drüben ankamen, liefen alle zu den Toiletten und zogen dann ihre Bikinis und Badeshorts an.

Dann gabs eine weitere kleine Einweisung von unserem Guide "Damo". Alle wieder in ihren Autos sitzend fuhren wir über sandige, mit fiesen gespickten Löchern zu unserem ersten Ziel, den "Lake Birrabeen". Dort hatten wir dann eine dreiviertel Stunde Zeit, um in den See zu gehen und zu baden, uns zu sonnen und man sollte sich mit dem Sand peelen. Ja, das sollte man wirklich gemacht haben, danach hat man eine babyweiche Hat - überragend.


Nebenbei - auf Fraser Island sollte man nicht ins Meer gehen, da es dort von Haien nur so wimmelt. Also - nicht rein da. Natürlich gibt es immer ein paar Bekloppte, die ins Wasser gehen und zum Beispiel das surfen dort ausprobieren.


Danach ging weiter zur "Central Station". Dort hatten wir unser Lunch und einen kurzen Spaziergang in den Wald. Von dort aus fuhren wir dann weiter zu einem anderen Fluss. Um dort aber hinzugelangen musste man einen Marsch über 3 Kilometer hinlegen. Um dann dort eine halbe Stunde zu verweilen, kurz baden, sonnen und sich dann wieder auf den Rückweg zu machen.


Ich hatte so Sodbrennen verdammt an diesem Tag. Mein Magen spielte verrückt und woran lag es? Ich fand es natürlich auch erst am nächsten Tag heraus. Ich hatte meinen Tabak getauscht und von dem blöden Tabak bekam ich Sodbrennen. Also niemals "Winfield GOLD" rauchen. Somit musste ich mir überteuerte "Winfield BLUE" Zigaretten in dem vereinsamten, alleinstehenden Supermarkt auf der Insel kaufen. War auch gar nicht teuer - nur 30 Dollar. *hahahaha*


Nach dem Wandern ging es dann auch schon zu unserem "Camp". Zelten war angesagt. Keine Duschen, keine Toilette. Aber die Meike war ja bei den Pfadfindern, somit machte mir das ja auch nichts aus, dafür den anderen um so mehr.


Ich hab mir dann das Zweier-Zelt mit den zwei anderen deutschen Mädels, der Sonia und der Inga geteilt. Die beiden waren echt super nett und lieb.
Alle preparierten dann ihr Essen für sich alleine oder in ihrem Zweiergespann wohl eher. Und alle fingen dann an zu trinken. Da ich aber so dolle Sodbrennen hatte, konnte ich noch nicht mal vernünftig essen geschweige denn was trinken. Der Abend endete für mich um 20 Uhr im Zelt. Aber ich habe nix verpasst diesen Abend, da nicht wirklich Stimmung aufkam und die meisten wohl eher mit sich und ihrer Gruppe beschäftigt waren.


Zu meinem Glück dann auch noch, war mein gemieteter Schlafsack für 9 Dollar dann auch noch kaputt, und somit fror ich die ganze Nacht, bzw zwei Nächte. Ich habs überlebt.


Der nächste Morgen - er startete für alle um 7 Uhr früh. An diesem Tag ging es zuerst zu einem See namens "Eli Creek" wo wir dann alle erstmal in den Fluss sprangen um uns zu "duschen" eher zu waschen, was so möglich war ohne Shampoo, Duschgel und was auch immer. Dann ging es denn Tag noch nach "Happy Valley", dem Schiffswrack, "Cathedral Beach", "Idian Head" und dem überaus richtig hammer coolen "Champagner Fall". Dieser Champagner Pool ist eine kleiner "Pool" mit Meerwasser, der aber von Meer durch Steine abgetrennt ist, aber durch die hohen Wellen kommt in diesen "Pool" das Wasser durch.


Danach ging es noch einmal zu unserem morgendlichen Fluss, wo wir dann nochmal uns ganz schnell baden durften um das Meerwasser abzuwaschen und dann auch schon wieder ins Camp. Dort spielte sich dann das gleiche Szenario ab, essen und trinken - diesmal auch für mich - Stimmung gleich null. Die Leute einfach langweilig...!


Ich ging dann so gegen 23 Uhr schlafen, da ja auch nicht viel los war. Die Leute waren eher mit sich selbst beschäftigt. Die Schweitzerinnen, die sonst so wortkarg waren, blühten in Gesellschaft männlicher Wesen komischerweise immer auf und der Holländer, der im Auto anfing die verbotene dritte Strophe unserer Nationalhymme zu singen und als wir uns über Deutschland unterhielten und ich dann sagte "Good Beer, Good food, Good Cars" dann meinte "But shit people", hatte ich dann auch keinen Bock mehr.


Den letzten Tag verbrachten wir dann an einem weiteren Fluss bis um 13:30 Uhr. Danach fuhren wir dann zur Fähre und fuhren ins Hostel zurück.
Achja, ich vergaß, dass ich dann am letzten Tag noch das Auto getauscht habe, da es mir mit diesen komischen Leuten dann einfach zu doof war. Im Auto der Engländer war es dann ein wenig lustiger. Dort konnte ich dann auch nochmal selbst Auto fahren. Diesen Trip muss man auf alle Fälle gemacht haben.


Fazit - Scheiss auf die Leute, mach dein Ding - HAKUNA MATATA - Fraser war trotzdem geil! Leute abhaken und weiter gehts. Es kommen bessere Menschen.
Das wars dann auch mit Fraser. Den nächsten Tag fuhren Jennifer, Kerrie und ich dann nach Agnes Water. Hier bin ich nun. Nächster Bericht über Agnes folgt.

So, sind wir nun nachmittags gegen 14:30 Uhr mit dem Bus nach Agnes Water gefahren. Die Busfahrt war sehr lustig, da wir alle zusammen, Kerrie, Jennifer, Ian, Owen, Richie und ich "Wer wird Millionär" - natürlich die englische Version - spielten. So verging ein wenig die lange Fahrt. Wir kamen nicht pünkltich in Agnes Water an, da wir ein kleines Problem mit der Bustoilette hatten und dafür über eine halbe Stunde anhalten mussten. Um es genau zu sagen, manche Leuten vergaßen die Spühlung zu betätigen, somit schwamm die Scheisse darum und der ganze Bus stank nach Scheisse und Pisse...dies musste dann behoben werden. Gott sei Dank, da wir alle hinten bei der Toilette im Bus saßen und der Gestank schon ziemlich widerlich war.


In Agnes angekommen, lernte ich noch die zwei Deutschen Boris und Frank kennen. Die beiden waren ziemlich cool. Frank war schon an die 40 Jahre alt und machte einen 4-wöchigen Urlaub hier an der Ostküste. Und die Viola aus Berlin nicht zu vergessen. Die Viola kommt lustigerweise aus Frohnau. Wer jetzt weiß, dass meine Tante und mein Onkel in Frohnau wohnen, dann ist das schon echt cool. Naja, also saßen wir alle abends dann noch zusammen.


Am nächsten Tag war es dann endlich soweit. Meine erste Surf-Stunde. Ich muss ja sagen, dass ich mich lange drum gedrückt habe, da ich der Ansicht war, dass ich es A nicht kann und B es einfach viel zu teuer war an diesen Surfkursen teilzunehmen. Aber hier in Agnes Water gab es einen vierstündigen Kurs mit allem für 22 Dollar. Ich muss sagen, ich werde wohl im nächsten Leben Surf-Profi. Nach der dritten Welle - man glaubt es kaum - stand ich auf meinem Surfbrett. "Congratulations" für mich! Ich konnte es wirklich selbst kaum glauben. Das paddeln in die Welle hinein, war erst ein wenig anstrengend, aber auch dieses meisterte ich mit Bravur. Surfen macht schon tierischen Spaß. Das sollte ich wohl nochmal wiederholen.


Als wir dann zurück im Hostel waren, sind wir schnell duschen gegangen und dann ging es mit Franks "Volkswagen" dem "Jetta" auch den weißen Flitzer genannt in die Stadt "1770". Naja, da ist eigentlich gar nichts, nur eine Straße mal wieder und ein Denkmal zum dem "Captain Cook", zudem wir uns dann lustige Geschichten ausdachten. *hihihihi* War bei uns jetzt lustiger als es sich dann hier jetzt anhört.


Da ich bei meinem "Glück" - ich weiß nicht warum bei mir immer alles so chaotisch ist - ich meine PIN-Nummer für meine Karte vergessen hatte, war ich ziemlich verwirrt und suchte erstmal überall in meinen Unterlagen, ob ich sie irgendwo aufgeschrieben hatte. Ich hatte den PIN natürlich schon zweimal falsch eingegeben. Diesmal hatte ich wirklich Glück und hatte sie in meine Unterlagen geschrieben. Erleichtert konnte ich dann Geld vom Geldautomaten abheben. Darauf gönnte ich mir dann wirklich mal eine Flasche Wein und teilte mir die Flasche mit Viola. Dann ging es mir wirklich gut.


So, jetzt sind wir bei "Heute" angekommen. Viel gemacht habe ich nicht. Ich habe meine Fotos auf dem laptop sortiert. Habe mir den "Lonly Planet" über Thailand angeschaut, habe natürlich irgendwie jetzt mehr als 2 Stunden diesen Blogeintrag geschrieben, in der Hängematte ein Buch gelesen. Gerade habe ich noch schnell geduscht, jetzt werd ich mir Essen kochen und dann geht es ab in die 10-stündige Busfahrt nach Airlie Beach.


So, jetzt drückt mir mal die Daumen, dass ich endlich mal Glück haben werde. Ich muss nämlich noch meinen Flug umbuchen...

 

...fühlt euch gedrückt. Ich werde mich kurz vor den "Whitsundys" nochmal melden. Bis dahin - Alles Gute - vermiss euch und hab euch lieb. Viele Küsse eure Meike

Achja, mir geht es aber trotzdem wunderbar. Ihr kennt mich ja.

26.4.13 00:44

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