Wer brachte eigentlich die Banane an Bord [Henrike Kröger]

Whitsundy Island - der Segeltrip, den man unbedingt gemacht haben muss. Das Highlight überhaupt. Mein Whitsundytrip - davon wird man in 10 Jahren noch berichten...

...wir haben heute den 2. Mai 2013. Es ist circa 11:00 Uhr - morgens. Eigentlich wäre ich jetzt noch auf meinem Segelschiff - eigentlich.

Wusstet ihr, dass man keine Bananen mit an Bord nehmen sollte? Falls nicht - TUT DIES NIEMALS - ihr werdet es bereuen...und gleich erfahren wieso.

Beginnen wir doch erst einmal mit dem ganzen Segeltrip. Vor über einem Monat buchte ich meinen Segeltrip zu den Whitsundy Islands. Es sollte mit dem super Katamaran der "Avatar" dort hingehen. Da alles schon über Wochen hinaus ausgebucht ist, bekam ich erst einen Termin am 30. April. 2 Tage, 2 Nächte. Kosten - so um die 400 Dollar.


Ich war natürlich schon 4 Tage vor meinem Segeltörn in "Airlie Beach", wo das Abenteuer beginnen sollte.


Am 30. April standen wir, das waren noch die Henrike und der Josch, sehr früh auf, um uns dann pünktlich um 8:30 Uhr morgens anzumelden, die restlichen offenen Kosten zu bezahlen und dann unsere Reiseunterlagen zu bekommen. Um 14 Uhr sollten wir uns dann am Hafen treffen mit den 23 anderen jungen Abenteurern.


So, taten wir das auch. Mit einem kleinen Rucksack nur mit den nötigstens Klamotten und Sachen - sprich, Zahnbürste, Zahnpasta, Handtuch, Bikini, 3 Tüten Chips und 4 Litern Wein - traten wir den 20 minütigen Spaziergang zum Hafen an. Dort angekommen wurden wir herzlich empfangen, lernten kurz alle anderen Mitreisenden kennen und bekamen unsere Schnorchelanzüge. Dann ging es zu unserem Katamaran. Die kleinen Kabinen wurden schnell mit allen gefüllt und dann ging es mit unserer 3-Mann-Crew auch schon los. Alle waren in bester Laune, die ersten Biere wurden geöffnet - die ersten Pillen gegen Segelkrankheit, sprich Unwohlfühlen im Magenbereich - die ich natürlich nehmen musste - wurden eingeschmissen. Alle lagen mit ihren Bikinis auf den großen Netzen und sonnten sich, fühlten sich glücklich, dass es endlich losging und dass das Wetter so schön mitspielte. Dann kamen wir auch schon gegen 16:30 Uhr in eine kleine Bucht an, wo der Anker dann auch schon ins Wasser fallen sollte. Kurz danach bekamen wir auch eine Antwort darauf, der Motor ist kaputt gegangen. Und als der gute "Rastamann" den Motor reparieren wollte, sprang die gute Spirale auch noch ab und verschwand in den Tiefen des Ozeans.


Man telefonierte wie verrückt, bis uns dann mitgeteilte wurde, dass die guten Stücke gleich in der Nacht noch gebracht werden und das Schiff dann repariert wird. Nun saßen wir auf dem Ozean. Was macht man da? Richtig, erstmal den Wein rausholen, trinken, quatschen, essen, Spiele spielen - es kommt ja Jemand morgen früh und repariert alles.


7 Uhr früh. Der nächste Morgen. Ich war natürlich schon wieder früh wach und ging nach oben an Deck. Dort saß auch schon unsere Crew - am telefonieren. Die Menschen, die das Schiff reaprieren sollten, sollten eigentlich schon um 5:30 Uhr da gewesen sein, waren sie aber nicht. Na gut, dann kommen sie halt ein wenig später. Erstmal Kaffe trinken und in Ruhe frühstücken. Das taten dann auch alle. Nach dem Frühstück - immer noch Niemand in Sicht. Okay, dann sonnen wir uns mal. Bikini an, ab aufs Netz und entspannen. Damit uns dann nicht langweilig werden sollte, machte unsere Crew ein Alternativprogramm - wir fuhren mit unserem kleinen Boot zur "Nala-Insel" und schauten uns eben eine Aboriginee-Höhle an. War ganz spannend, bzw. hatten wir kurzzeitig festen Boden unter den Füßen. Gut, das nahm alles so eine Stunde in Anspruch. Als wir dann wieder auf unserem Schiff waren - richtig - war immer noch Niemand gekommen. Also weiter. Es gab dann Lunch, wir sonnten uns, beschlossen dann unsere Schnorchelanzüge anzuziehen und dann vom Schiff aus immer ins Meer zu springen mit lustigen Stunts. Das war auch echt witzig.


So verging die Zeit ein wenig. Plötzlich, in der Ferne, konnte man ein Schiff sehen. Es war die "Spank me". Ein Boot, was man auch buchen konnte. Mittlerweile war es 15:30 Uhr. Jetzt endlich dachten wir, wird unser Schiff repariert. Endlich können wir schnorcheln fahren und noch so viele andere Sachen. "Rastamann" fuhr dann auch schnell mit dem kleinen Motorboot rüber.

Dann kam er wieder. Mit dem anderen "Kaptän". Ja, wie soll ich es sagen. Dann wurden wir darüber aufgeklärt, dass man unser Schiff nicht reaprieren kann, dass es noch genau 4 Plätze drüben auf der "Spank me" gibt und dass wir heute noch versuchen irgendwie mit dem kaputten Schiff zurück in den Hafen zurückzukommen. Die Plätze waren natürlich so schnell vergeben, wie keiner gucken konnte. Alle waren ziemlich schlecht gelaunt. Alle anderen Touren sind ja auch weitere dreieinhalb Wochen komplett ausgebucht. Keine Chance diesen Trip zu wiederholen.

WOLLEN DIE MICH EIGENTLICH AUF DEN ARM NEHMEN??? Pleiten, Pech und Pannen...das soll mich hier in Australien wohl verfolgen. Anders könnte ich meinen Trip hier in Australien nicht nennen.

Weiter zum Trip. Somit fuhren wir mit ungefähr einer Geschwindigkeit von circa gefühlten 10 kmH Richtung Hafen nach Airlie Beach zurück. Es wurde langsam dunkel. Man sah in der Ferne schon die Lichter des Hafens. Dann machte es "Rums". Jaaa...der Motor. Auch dieser versank in den Tiefen des Ozeans, ungefähr eine halbe Stunde vom Hafen entfernt. Somit musste wir hier Anker lassen. Zwei Boote wurden nun gebracht, um die Leute nach Hause an Land zu bringen, die jetzt wirklich die Schnauze voll hatten von dem Trip. Aber das hieß auch für diese Leute, sich auf eigene Kosten noch ein Hostel zu suchen und Essen zu bezahlen. Die 7 Deutschen, die Sparfüchse, blieben natürlich für diese Nacht auf dem Schiff. Schließlich konnte wir dort noch eine Nacht schlafen, es wurde uns als "Entschädigung" 60 Bier gebracht und ein Abendessen und ein Frühstück am nächsten Morgen sollte für uns auch noch drinne sein. Wieso soll ich dann an Land gehen? Nö...


Eine Frau kam dann noch kurz auf das Schiff, um uns dann noch über unser Geld und alles weitere zu erklären. Sie sagte uns dann, dass wir unser ganzes Geld was für den Segeltrip bezahlt haben, wiederbekommen. Damit waren dann alle erleichtert. Das hieß für uns, 2 Tage umsonst geschlafen und gegessen. Und gesegelt sind wir ja auch ein wenig.


Zu unserem Glück ist unser Schiff nachts nicht gekäntert. Es ist auch keiner mehr vom Boot gefallen. Also, es hätte auch noch schlimmer enden können. So wurden wir dann heute morgen gegen 9 Uhr zum Hafen gebracht und so sitze ich nun hier und warte auf meinem Bus, der mich um 20:10 Uhr ins zehnstündig entfernte Cairns bringen soll.

Um jetzt auf die Banane zu kommen. Die Bananen...Jemand holte während der Hinfahrt eine Banane raus - der Skipper fluchte und meinte, dass Bananen an Bord unglück bringen. Also, bringt nie Bananen mit an Bord...

Somit, HAKUNA MATATA - wenigstens ist nichts schlimmeres passiert und wir hatten eine super Truppe. Ich verabschiede mich. Bis zum nächsten und letzten Beitrag dann wohl aus Australien. Fühlt euch gedrückt. Hab euch lieb. Eure trotzdem gutgelaunte Meike

2.5.13 04:57

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